Kompetenz in Gebäudeschadstoffe, Gefahrgut und Arbeitssicherheit

Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten:

Sobald ein Unternehmen an der Beförderung gefährlicher Güter beteiligt ist und ihm Pflichten als Beteiligter in der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt oder in der Gefahrgutverordnung See zugewiesen sind, muss es mindestens einen Sicherheitsberater für die Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrgutbeauftrager) schriftlich bestellen. Diese Pflicht ergibt sich für Deutschland aus § 3 Abs. 1 der Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV).


Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten:

Der Gefahrgutbeauftragte hat unter der Verantwortung des Unternehmensleiters im Wesentlichen die Aufgabe, im Rahmen der betroffenen Tätigkeiten des Unternehmens nach Mitteln und Wegen zu suchen und Maßnahmen zu veranlassen, die die Durchführung dieser Tätigkeiten unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen und unter optimalen Sicherheitsbedingungen erleichtern.

Er hat auf Grund seiner Funktion keine Weisungsbefugnis. Er ist vielmehr ein "Berater" des Unternehmers. Weiterhin überwacht er alle Vorgänge die mit der Abwicklung der Gefahrguttransporte einhergehen.

Er ist gemäß GbV § 8 Abs. 3 verpflichtet hierüber Aufzeichnungen zu fertigen, die er fünf Jahre aufzubewahren und bei Bedarf den zuständigen Überwachungsbehörden zur Prüfung in schriftlicher Form vorzulegen hat.

Insbesondere hat der Gefahrgutbeauftragte folgende Aufgaben:

  • Überwachung der Einhaltung der Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter
  • Beratung des Unternehmens bei allen Fragen in Zusammenhang mit der Gefahrgutbeförderung
  • Erstellung eines Jahresberichtes für die Unternehmensleitung oder gegebenfalls für die örtliche Behörde über die Tätigkeit des Unternehmens in Bezug auf die Beförderung gefährlicher Güter.
  • Durchführung geeigneter Sofortmaßnahmenbei etwaigen Unfällen oder Zwischenfällen, die unter Umständen die Sicherheit während der Beförderung gefährlicher Güter oder während des Be- oder Entladens gefährden
  • Sicherstellung, dass im Falle eines schwereren Unfalls mit Gefahrgut ein Unfallbericht erstellt wird
  • ausreichende Schulung der betreffenden Arbeitnehmer des Unternehmens, einschließlich zu Änderungen der Vorschriften, und Vermerk über diese Schulung in der Personalakte